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Kite Aufbau 1 – Alles, was du über den Kite wissen musst

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Beim Kite Aufbau kann schon mal einiges schief gehen und gerade hier müssen wir sehr konzentriert sein, damit uns beim Kite starten keine bösen Überraschungen kommen. Durch den Blogartikel „Kitesurfen: Bei welcher Windrichtung?“ haben wir uns erneut mit den Windrichtungen auseinandergesetzt und konnten unser Wissen auffrischen Am Spot ist das Überprüfen der Windrichtung der erste wichtige Schritt – nur so vermeiden wir, dass uns der Kite beim Aufbau um die Ohren fliegt.
Windrichtung gecheckt? Dann kann es jetzt losgehen!

Kite richtig auslegen und aufpumpen

Schnapp dir deinen Kiterucksack und packe den Kite noch in seiner kompakten Form aus. Stelle dich so hin, dass dein Rücken Richtung Luv (zum Wind) zeigt – so vermeidest du, den Kite falsch auszulegen. Halte als Nächstes die Seite mit der Tube fest und klappe den Kite in Richtung Lee (mit dem Wind) aus.

Wichtig: Rolle den Kite noch nicht komplett aus – das ist beim Kite Aufbau an dieser Stelle noch gar nicht nötig. Bevor es zum Aufpumpen geht, kontrolliere nochmal, ob du richtig ausgerichtet bist. Ein kurzer Blick nach links und rechts hilft: Schau dir an, wie die anderen Kites am Strand liegen, um sicherzugehen, dass du korrekt stehst.

Jetzt kannst du dir deine Pumpe schnappen und zuerst die Sicherheitsleine am Kite befestigen. Überprüfe unbedingt, ob das Deflate-Ventil geschlossen ist – es wäre ärgerlich, wenn du den Kite fertig aufgepumpt hast und plötzlich das laute Zischen hörst. Glaub mir, das sieht man häufiger am Spot. Manche Kites haben sogar ein zweites Deflate-Ventil, das offen sein könnte – spätestens wenn keine Luft reingeht, weißt du, dass da etwas nicht stimmt.

Jetzt kannst du deinen Kite aufpumpen. Zwei Punkte, auf die du besonders achten musst:

 

    • Halte die Sicherheitsleine leicht gespannt. Wenn der Kite aufgepumpt ist, beginnt er leicht zu schweben, und bei zu viel Durchhang kann sich der Haken aus der Schlaufe lösen. Also achte darauf, eine leichte Spannung zu halten.

    • Stehe mit beiden Füßen auf der Pumpe und richte deinen Rücken weiterhin Richtung Luv aus. Die Pumpe dient dir gerade als Sicherung, damit der Kite nicht wegfliegt.

Durch das Aufpumpen rollt sich dein Tuch langsam von selbst aus – genau deshalb haben wir es vorher nicht komplett ausgebreitet. Bei starkem Wind würde die ausgebreitete Tuchfläche sonst herumflattern und den Kite Aufbau unnötig chaotisch und anstrengend machen.
Achte während des Aufpumpens darauf, dass sich das Tuch nicht verhakt und gleichmäßig aufklappt. Falls sich etwas verheddert, kannst du die Tuch-Seite vorsichtig zu dir ziehen, um es zu lösen. Überprüfe außerdem, dass sich deine Waageleine/Powerleine nicht um das Tuch gewickelt hat.

Kite Aufbau: So prüfst du den optimalen Luftdruck

Beim Kite Aufbau achten wir immer auf die Angabe in PSI. Die meisten Hersteller geben in Höhe des Ventils an, wie viel PSI für den Kite optimal ist. Auf deiner Pumpe findest du eine entsprechende Anzeige. Achtung: Diese Anzeige geht jedoch gerne mal kaputt – also schauen wir uns an, woran du den richtigen Druck sonst noch erkennen kannst.

Die Tube sollte am Ende beim Kite Aufbau fest und stabil sein. Viele checken den Druck, indem sie gegen die Tube schnipsen – klingt der Ton klar, ist die Tube stabil. Ich persönlich bin davon aber nicht so der Fan, denn dafür muss man den richtigen Klang vorher einmal gehört haben, um ihn zu erkennen.

Deshalb machen wir es uns einfacher:

 

    • Drück mit dem Daumen gegen die Tube. Wenn du sie noch eindrücken kannst, ist auch noch Platz für Luft.

    • Versuche, eine Seite der Tube einzuknicken. Wenn das nicht mehr möglich ist, hat der Kite genug Luft.

Das ist meiner Meinung nach die sicherste Methode, um den Luftdruck beim Kite Aufbau zu prüfen.

Unser Kite ist nun optimal aufgepumpt – jetzt kannst du die Pumpe abmachen. Achte darauf, dass du ab diesem Moment immer eine Hand am Kite hast, denn ohne die Pumpe fehlt deine Sicherung. Schließe das Inflate-Ventil und horche noch einmal genau hin, ob irgendwo Luft entweicht. Als Nächstes kannst du die Klemmen an den Quertubes schließen. Diese verhindern, dass der gesamte Kite Luft verliert, falls eine Tube undicht wird – so kannst du dich im Notfall auf dem Wasser noch sicher zurückretten.

Kite in die Liegeposition bringen: So bleibt er sicher am Boden

Nach dem Kite Aufbau kannst du den Kite nun von der Trageposition in die Liegeposition bringen. Achte darauf, dass du dafür auf der linken oder rechten Seite genügend Platz hast.

Lege eine Hand oben auf die Tube (vordere Hand) und die andere Hand leicht versetzt darunter (hintere Hand). So hast du den nötigen Hebel, um den Kite kontrolliert zu drehen. Gehe beim Drehen ein paar Schritte mit, um das Tuch zu schonen und es nicht komplett über den Sand zu schleifen.
Überprüfe anschließend, dass der Kite richtig auf dem Boden liegt und keinen Wind fangen kann. Du kannst ihn sichern, indem du feinen Sand oder dein Board (falsch herum) auf den Kite legst – so bleibt er auch bei mehr Wind stabil liegen.

Sehr gut, den Kite haben wir also schon mal optimal aufgebaut. Im zweiten Teil widmen wir uns nun der Bar und wie wir diese am Kite befestigen.

P.S. Falls du deinen Kite mal länger als 30 Minuten am Strand liegen lassen möchtest und es sehr heiß ist, lasse etwas Luft aus dem Kite. Warme Luft dehnt sich aus und irgendwann erreicht die Tube ihre Grenze. Dieser laute und teure Knall ist alles andere als angenehm und lässt sich einfach vermeiden. Wenn du wieder aufs Wasser willst, kannst du den Kite lieber nochmal schnell nachpumpen. Sicher ist sicher.

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